Die Studiengänge Bachelor of Science und Master of Science Humanbiologie (Biomedical Science) ersetzen seit dem WS 2007 den alten Diplomstudiengang Humanbiologie, den es seit dem Wintersemester 1979 in Marburg gab. Damit blickt Marburg auf eine lange Geschichte biomedizinischer Studiengänge zurück.

Der Studiengang Humanbiologie füllt die Lücke zwischen Medizinern und Biologen, der seine Absolventen qualifiziert in der biomedizinischen Forschung tätig zu werden. Es werden sowohl traditionelle naturwissenschaftliche Fächer behandelt, aber auch nicht-klinische Fächer der Medizin wie z.B. Physiologie, Anatomie.

 

Am besten lässt sich der Studiengang Humanbiologie mit den Worten des Humanbiologen N. Looser zusammenfassen:

"Wer sich überlegt, Humanbiologie zu studieren, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass er mit Patientenarbeit nichts zu tun haben wird. Stattdessen steht die Arbeit im Labor oder anderen wissenchaftlichen Forschungseinrichtungen im Vordergrund. Wer sich für biologische Fragestellungen interessiert, aber kein Interesse an Botanik hat, dem bietet der Studiengang Humanbiologie ideale Voraussetzungen. Auch für alle, die sich für die menschliche Biologie interessieren, sich aber eben nicht mit Patienten beschäftigen wollen, ist dieser Studiengang zu empfehlen..." (N. Looser, 1995)

 

Die Prüfungsordnung fomuliert das Ziel des Studiums wie folgt:

“Der Studiengang soll Studierenden ein fundiertes Basiswissen für Tätigkeiten im Bereich der biomedizinischen Forschung und Entwicklung vermitteln. Zu Beginn des Studiums wird in fachübergreifenden, thematisch zusammengefassten Modulen eine breite Vielfalt an Kompetenzen in den biomedizinischen und medizinrelevanten Fächern erarbeitet. Neben der Vermittlung der wichtigsten Labormethoden sollen v.a. Fähigkeiten zur Erkennung, Strukturierung und multidisziplinären Lösung wissenschaftlicher Probleme sowie deren schriftliche Darstellung und Bewertung vermittelt werden. Die Studierenden sollen ein breites Spektrum an biomedizinischen Methoden erlernen. Nach Abschluss der Grundlagenmodule erfolgt eine thematische Spezialisierung in einem von vier Schwerpunkten: Infektionsbiologie, Neurobiologie, Tumorbiologie oder Zellbiologie. Diese Spezialisierung soll den Studierenden bereits während des Bachelorstudiums die Entwicklung eines eigenständigen Profils entsprechend der individuellen Neigungen ermöglichen.

Am Ende des Studiums sollen die Studierenden in der Lage sein, ihr Wissen und ihre praktischen und organisatorischen Fähigkeiten sowohl in Bereichen der pharmazeutischen Industrie als auch im akademischen Umfeld kompetent einzusetzen.” (PO 2017/18, https://www.uni-marburg.de/de/universitaet/administration/recht/studprueo/01-bachelorstudiengaenge/1-aend_po-bsc-humanbiologie-19-07-17_lese.pdf)


Weitere Infos gibt es auf der Uni-Website unter: https://www.uni-marburg.de/fb20/studium/studiengaenge/humanbio

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